Gut zwei Prozent der Bevölkerung gelten als hochbegabt, mit einem Intelligenzquotienten von mindestens 130 Punkten. Wie die meisten Hochbegabten erfuhr auch Stefan Giesberg aus Oberhausen das erst spät im Erwachsenenalter, weshalb viele ihn für schon in der Schule für sonderlich hielten. Ihm wurde zum Beispiel nachgesagt, er müsse immer das letzte Wort haben.
Dass Stefan Giesberg schneller denken und lernen konnte und anderen oft einen Schritt voraus war, versuchte er lange zu verbergen. Er fühlte sich als Außenseiter und war einsam. Es gibt viele Klischees über hoch- und höchstbegabte Menschen, die intelligenter sind als 98 Prozent der Bevölkerung: übermenschliche Superhirne, beruflich wie privat auf der Überholspur – oder verschrobene, missverstandene Eigenbrötler zu sein.
Der Mathematik- und Sportlehrer Stefan Giesberg gilt dank eines IQs von 146 Punkten nicht nur als hochbegabt, sondern als höchstbegabt. Der zweifache Vater, dessen Kinder ebenfalls höchstbegabt sind, ist zudem eine Scanner-Persönlichkeit. Er kann sich niemals nur mit einer einzigen Sache beschäftigen. Stefan Giesberg hat mittlerweile gelernt, zu akzeptieren, dass so ein verrücktes Talent das Leben nicht immer leichter macht.
Buchtipp:
Stefan Giesberg u.a. (2025): Plötzlich hochbegabt. Erst spät erkannte Hochbegabte erzählen ihre Geschichte. München: Goldmann Verlag. 288 Seiten. ISBN: 9783442143177.
Redaktion: Jessica Eisermann