Mit großer Spannung und Sorge war die gestrige (2.4.2025) Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses erwartet worden. Denn schon im Vorfeld hatte Donald Trump vom "Liberation Day" (Befreiungstag) für die Vereinigten Staaten gesprochen, also von einem "Tag der Befreiung" – an dem er ein neues, umfangreiches Zoll-Paket verkünden werde.
Und so kam es dann auch: Künftig gelten Zölle in Höhe von 10 Prozent auf Importe in die Vereinigten Staaten aus allen Ländern. Für einige der größten Handelspartner sollen darüber hinaus noch höhere Zölle fällig werden. So kündigte Trump für Importe aus Deutschland und der Europäisches Union pauschale Zölle in Höhe von 20 Prozent an.
Die EU will auf die Zölle reagieren: "Wir sind bereits dabei, das erste Paket von Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die Stahlzölle fertigzustellen", sagte Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen. Und so ist auch die Sorge vor einem globalen Handelskrieg größer geworden. Politiker und Ökonomen warnen vor einem beträchtlichen Schaden für die Weltwirtschaft.
Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt im Januar immer wieder eine Reihe von Zöllen angekündigt oder in Kraft gesetzt – etwa gegen Kanada, Mexiko und China. Zudem verhängte er Zölle auf alle Aluminium- und Stahlimporte. Und seit heute (3.4.) greifen Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Auto-Importe.
Wie blicken Sie auf die Zoll-Politik von Donald Trump? Warum tut er das? Bereitet Ihnen diese Politik Sorge? Welche Folgen könnten die Zölle Ihrer Meinung nach haben – für Sie persönlich, für Sie als Anleger an der Börse, für Nordrhein-Westfalen und Deutschland? Ziehen Sie womöglich selbst Konsequenzen – indem Sie zum Beispiel bewusst darauf verzichten, US-Produkte zu kaufen?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Thomas Spickhofen, ARD-Europa-Korrespondent in Brüssel
Redaktion: Jonas Klüter, Heiko Hillebrand und Julia Lührs