Merkur kann Übernahme der Spielbanken in Niedersachsen forcieren

Stand: 10.02.2025, 07:00 Uhr

Die Klage eines Mitbewerbers ist abgewiesen worden und die Landesregierung macht Druck, damit die Übernahme nun stattfinden kann.

Der Spielbanken-Betreiber Merkur aus Espelkamp kann wohl bald die zehn Spielbanken in Niedersachsen übernehmen, auf die er schon seit 2023 wartet. Der bisherige Betreiber hatte gegen das Land geklagt, jetzt aber vor Gericht verloren.

Der alte und der neue Betreiber sollten nun konstruktiv und lösungsorientiert über einen geordneten Betriebsübergang verhandeln. Gerald Heere, Finanzminister Niedersachsen

Das Verwaltungsgericht Hannover hatte am Donnerstag (06.02.2025) entschieden: Als die Landesregierung Ende 2023 die Konzession für die 10 Spielbanken in Niedersachsen an das Espelkamper Unternehmen vergeben hat, lief das ordnungsgemäß. Die Klage des Mitbewerbers SNG GmbH wurde abgewiesen.

Über 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen

Demnach müsste der bisherige Betreiber die zehn Standorte mit mehr als 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jetzt an Merkur übergeben. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig und der Konkurrent versucht, doch noch Berufung einlegen zu können.

Das Espelkamper Unternehmen will jetzt trotzdem das Gespräch suchen und die Übernahme vorbereiten. Dass der niedersächsische Finanzminister in der Öffentlichkeit ein Einlenken fordert, könnte dabei helfen.

Merkur Kasinos schon in NRW und Sachsen-Anhalt

Merkur betreibt bereits die Spielbanken in NRW und in Sachsen-Anhalt und ist ein Familienunternehmen aus Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke.

Bei den zehn Standorten in Niedersachsen geht es um klassische Spielkasinos in Hannover, Braunschweig, Bad Zwischenahn und Osnabrück sowie um Automatenkasinos in weiteren Städten.

Merkur kann Übernahme der Spielbanken in Niedersachsen forcieren WDR Studios NRW 10.02.2025 00:45 Min. Verfügbar bis 10.02.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • dpa
  • Merkur AG