Es war eine Mischung aus alternativem Umzug und politischer Demonstration, die am Samstagabend (22.02.2025) durch Köln zog. Die Teilnehmenden waren verkleidet als Hexen, Geister, Vampire und andere finstere Kreaturen auf den Straßen unterwegs - und viele hatten Pappschilder dabei. Auf denen standen Botschaften wie zum Beispiel diese: "Kein Hokuspokus - Cash für Kultur".
Der Zug richtete sich dieses Jahr gegen die Kürzungen im Kölner Kulturbereich. Das Motto war: "Mer bruche Jeld för Kultur, do sin mer Jeister stur." Übersetzt: "Wir brauchen Geld für Kultur, da sind wir Geister stur."
Fotos: So war der Kölner Geisterzug
Der Geisterzug durch Köln ist beides: skurrile Kostümparade und politische Demo. Die besten Bilder vom Umzug.
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Protest gegen Kürzungen
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Verkleidung mit Grusel-Spezialeffekt - Geister sind besonders willkommen
"Die ganzen Kürzungen der Stadt sind für unsere Künstlerinnen und Künstler mittlerweile existenzbedrohend geworden," erklärte Veranstalter Erich Hermans vor der Demo. Das habe nicht nur Folgen für die Künstlerinnen und Künstler selbst, sondern auch für die Stadt. "Die Kulturszene in Köln ist eigentlich ein Grund, der diese Stadt liebenswert macht und auch viele Leute hierher zieht, wenn das wegbricht, ist es einfach schlecht.“
Der Veranstalter hatte vor dem Zug 2.000 Menschen angemeldet, laut Polizei waren es am Ende mehr als 5.000 Teilnehmer. Das sei kein Problem gewesen. Alles sei friedlich und störungsfrei verlaufen, sagt die Polizei. Mitlaufen konnte jeder, eine Anmeldung war nicht notwendig.
Demo am Abend vor der Wahl
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Der Geisterzug steht jedes Jahr unter einem neuen Motto
Der Geisterzug zieht schon seit 34 Jahren durch Köln. Mittlerweile absichtlich am Samstagabend vor Weiberfastnacht, um den Charakter der Demonstration zu betonen. "Der politische Geist steht bei uns im Vordergrund, auch wenn die Demonstrierenden verkleidet kommen, haben sie doch alle eine Botschaft", sagte Erich Hermans. Längst seien das nicht mehr nur Menschen aus Köln, sondern aus der gesamten Region.
Er erklärte weiter: "Besonders am Abend vor der Wahl sei es wichtig, "ein Zeichen für Demokratie zu setzen." Am Anfang und Ende der Demo gab es deshalb kleine Kundgebungen, in denen noch mal alle aufgefordert wurden, zur Wahl zu gehen.
Unsere Quelle:
- Verein Ähzebär un Ko e.V.
- Stadt Köln
- WDR-Reporterin
- Polizei Köln