Am Freitag (04.04.2025) ist es genau 19 Jahre her, dass Mitglieder des rechtsextremen Terrornetzwerks NSU den Dortmunder Familienvater Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk ermordet haben. Genau hier hatten sich am Freitag 300 Menschen versammelt.
Am Gedenkstein vor dem ehemaligen Kiosk haben sie Blumen abgelegt und eine Minute lang geschwiegen. Schweigend zogen die Menschen dann zum NSU-Mahnmal am Dortmunder Hauptbahnhof. Bei der Abschlusskundgebung hielt auch Gamze Kubaşık eine Rede.
Angehörige fordern lückenlose Aufklärung
Die Tochter von Mehmet Kubaşık kämpft gemeinsam mit Angehörigen anderer Opfer des NSU und rechtsextremer Morde und Anschläge seit vielen Jahren für weitere Aufklärung und das Erinnern an die menschenverachtenden Taten.
Auch fast 20 Jahre nach dem Mord an Kubaşık gebe es noch immer offene Fragen rund um den NSU-Komplex, sagt sie. Außerdem forderte Gamze Kubaşık "Räume zum Erinnern", wie etwa ein NSU-Dokumentationszentrum.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Pressemitteilung Bündnis Tag der Solidarität
Über dieses Thema berichtet der WDR am 04.04.2025 auch im WDR Fernsehen: Lokalzeit aus Dortmund, 19.30 Uhr.