Eigentlich war vor dem Anpfiff alles klar: Einen offiziell eingesetzten Schiedsrichter gab es bei dem Spiel der E-Junioren in Dortmund nicht. Die Vereine einigten sich darauf, dass ein Begleiter der Heimmannschaft das Spiel pfeift.
Doch das sorgte offenbar erst für den großen Streit zwischen den Zuschauern des Spiels. Einige sollen schon während der Partie ihrer Kritik freien Lauf gelassen haben. Die Dortmunder Polizei schreibt am Donnerstag (03.04.), viele Zuschauer hätten immer wieder ihren Unmut zum Schiedsrichter geäußert.
Polizei wegen Streit zum Sportplatz gerufen
Dann schaukelte sich die Situation immer weiter hoch. Nach dem Spiel sollen immer mehr Eltern aufs Spielfeld gelaufen sein, um mit dem Schiedsrichter zu diskutieren. Der Streit soll sich schnell auf die Zufahrt zum Sportplatz verlagert haben. Dort gerieten laut Polizei 30 bis 40 Menschen aneinander.
Plötzlich habe ein Mann mit der Faust auf einen anderen eingeschlagen, vor den Augen der etwa zehn Jahre alten Spieler. Eine Bedrohung soll dem vorausgegangen sein. Die Polizei ermittelt jetzt gegen beide Männer.
Vorfälle wie diese ereignen sich immer wieder auf Sportplätzen, auch in den ganz jungen Ligen wie bei diesem E-Jugend-Spiel. Deswegen verbindet die Dortmunder Polizei diesen Fall auch mit einem Appell.
Situationen wie solche würden nicht im Interesse des Sports liegen, heißt es in einer Pressemitteilung. Vor allem, weil Kinder und Jugendliche durch den Vereinssport Regeln lernen und Verantwortung übernehmen würden, sagt die Polizei weiter.
Tumult nach E-Junioren-Fußballspiel in Dortmund. WDR 2. 04.04.2025. 00:41 Min.. Verfügbar bis 04.04.2027.
Unsere Quellen:
- Polizei Dortmund