mehrere Bagger und andere Großgeräte stehen an und auf einer Gleisstrecke

Nach Hangrutsch bei Ratingen: Genehmigung für S6-Sanierung liegt vor

Stand: 28.03.2025, 12:50 Uhr

Nach dem Hangrutsch im vergangenen Jahr will die Bahn jetzt damit beginnen, die Strecke der S6 zu reparieren. Es wird aufwändig.

Gute Nachrichten für Pendlerinnen und Pendler im Ruhrgebiet und Rheinland: Die notwendige Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes liegt nun vor, wie die Bahn am Donnerstag mitteilte. Die bislang angepeilte Wiederinbetriebnahme der Strecke bis Ende Juni 2026 sei damit weiterhin realistisch.

Laut Bahn wird nun mit Hochdruck an der Umsetzung gearbeitet. Derzeit prüft das Unternehmen die Auflagen, die das EBA im Rahmen der Genehmigung erteilt hat. Außerdem muss noch eine Baufirma für die anstehenden Arbeiten beauftragt werden. Die reine Bauzeit soll etwa sechs Monate betragen.

Nach Hangrutsch bei Ratingen: Genehmigung für S6-Sanierung liegt vor

00:41 Min. Verfügbar bis 28.03.2027


400 Meter beschädigte Strecke bei Ratingen-Hösel

Die S6 war im Januar 2024 nach starken Regenfällen und einem Hangrutsch bei Ratingen-Hösel gesperrt worden. Auf einer Länge von rund 400 Metern wurden erhebliche Schäden an Schienen und Untergrund festgestellt. Seitdem sind tausende Pendlerinnen und Pendler auf Ersatzbusse angewiesen oder weichen auf andere Regionalzüge aus – oft verbunden mit längeren Wegen und Umstiegen.

Massive Sicherungsmaßnahmen am Hang geplant

Um zukünftige Erdrutsche zu verhindern, plant die Bahn eine umfassende Hangbefestigung: Eine bis zu fünf Meter hohe Bohrpfahlwand soll über eine Länge von etwa 50 Metern errichtet werden. Dazu sollen massive Pfähle rund zehn Meter tief in den Boden eingebracht werden.

Die Sicherung des Hangs soll sich auf einer Seite über 300 Meter, auf der anderen über 60 Meter erstrecken. Wasserrechtliche Bedenken gegen das Bauvorhaben wurden laut EBA mittlerweile ausgeräumt. Die Genehmigungsunterlagen, die im November 2024 eingereicht wurden, umfassten über 500 Seiten und rund 30 detaillierte Pläne.

Unsere Quelle:

  • Nachrichtenagentur dpa

Über dieses Thema berichten wir am 28.03.2025 auch im WDR-Radio: Lokalzeit auf WDR 2.