Die Venus von Milo oder Aphrodite von Melos,

08.04.1820: Die Venus von Milo wird gefunden

Ein Fund im Staub, ein Wettlauf der Nationen, ein Körper ohne Arme – die Venus von Milo gibt Rätsel auf und fasziniert die Welt seit über 200 Jahren.


In diesem Zeitzeichen erzählt Murat Kayi:

  • warum die Venus von Milo als weißes Ideal verehrt wird, obwohl sie ursprünglich bunt ist,
  • woher sie ihren Namen hat, aber niemand ihren Schöpfer kennt,
  • weshalb sie einst als Symbol für Freiheit und Rebellion gilt,
  • und welche Rolle sie in der frühen Fotografie spielt.

Frühling 1820: Auf der Insel Milos sucht der Ziegenhirte Georgos Kentrotas nach Baumaterial und entdeckt dabei eine antike Statue. Doch er ist nicht allein. Der französische Offizier Olivier Voutier erkennt den Wert des Fundes. Was folgt, ist ein Wettstreit um die Marmorfigur zwischen lokalen Akteuren, osmanischen Behörden und der französischen Krone. Am Ende gewinnt Frankreich. Die Statue gelangt in den Louvre und wird zur Venus von Milo.

Doch warum fasziniert sie bis heute? Ist es die makellose Schönheit des Gesichts oder die Tatsache, dass ihre Arme fehlen? Kunst und Gesellschaft haben diese Frage über zwei Jahrhunderte hinweg immer wieder neu gestellt. Die Venus bleibt nicht nur ein Meisterwerk der Antike, sondern auch ein Spiegel wechselnder Ideale und Projektionen.

Das sind unsere wichtigsten InterviewpartnerInnen:

  • Dr. Sebastian Willert, wissenschaftlicher MA am Leibniz Institut für jüdische Geschichte und Kultur Simon Dubnow
  • Dr. Alessa Paluch, Kunstwissenschaftlerin Uni Greifswald
  • Prof’in Dr. Mechthild Fend Kunstgeschichte Uni Frankfurt

Und das sind unsere wichtigsten Quellen:

Weiterführende Links:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Murat Kayi
Redaktion: Sefa Inci Suvak