"Crack ist der Horror", sagt Markus mit Nachdruck. "Crack ist hier angekommen, das Zeug kommt hierher nach Köln gerade." Markus spricht mit Sorge in der Stimme, denn er kennt sich aus in der Szene. Ganze zehn Jahre lebte er selbst auf der Straße, auch in Köln. Markus war süchtig nach Crack, bis er vor sieben Jahren den Absprung schaffte. Die Szene, sagt er, habe sich geändert und das liege auch an Crack.
In ganz Deutschland wird die Droge immer öfter konsumiert. Sie hat ein extrem hohes Suchtpotential bei sehr kurzer Wirkungsdauer – Konsumierende verwahrlosen zunehmend, haben keine Kraft mehr, sich für den Konsum zurückzuziehen.
Sehen kann man das auch in der Kölner Innenstadt: Menschen, die öffentlich konsumieren, Pfeifen, Alufolie und Spritzen am Boden von Kölns U-Bahnhöfen. Zahlen des Drogenkonsumraums der Stadt Köln zeigen, dass mehr konsumiert wird. Gewerbetreibende haben Umsatzeinbußen. Anwohner beklagen ein Stadtbild, das verkommt. Und viele fragen sich: Was passiert eigentlich mit meiner Stadt?
Das Feature beleuchtet zwei Seiten, denn beide sind betroffen: Die Seite der Menschen, die auf der Straße leben und selbst konsumieren und die derjenigen, die in ihrem Alltag von den Auswirkungen des Konsums anderer betroffen sind.
Autorin: Jana Niehoff
Redaktion: Chris Hulin
Wie Drogen die Stadt Köln verändern. WDR 5 Neugier genügt - das Feature. 04.04.2025. 21:30 Min.. Verfügbar bis 03.04.2026. WDR 5. Von WDR 5.