eine kanadische Wildgans landet auf dem Wasser

Geflügelpest-Virus bei Wildgans in der Gemeinde Möhnesee nachgewiesen

Stand: 17.02.2025, 19:38 Uhr

Bei einer tot aufgefundenen Wildgans in der Gemeinde Möhnesee ist das Geflügelpest-Virus Typ H5N1 nachgewiesen worden. Das Tier wurde bereits am 6. Februar am Ufer des Möhnesees in Körbecke gefunden. 

Da bislang keine weiteren toten Wildvögel gemeldet wurden, wurde kein Sperrbezirk vom Kreis Soest eingerichtet. Allerdings rät der Kreis Soest Geflügelhaltern unbedingt den Kontakt von Hausgeflügel zu Wildvögeln zu vermeiden.

Hochansteckender Virus Typ H5N1

Futterstellen sollten unzugänglich für fremde Tiere sein. Ebenso sollte das Geflügel nur mit Trinkwasser getränkt werden. Die Geflügelpest kann neben Hühnern und Puten auch Enten, Gänse, Schwäne und andere Wasservögel gefährden.

Der Zugang zu Gehegen sollte nur mit stalleigener Kleidung, vor allem mit getrenntem Schuhwerk erfolgen. Martina Poppe, Kreisveterinärdirektorin Kreis Soest
Hühner auf einer Wiese hinter einem Zaun

Hühner auf einer Wiese hinter einem Zaun

Die Geflügel- oder Vogelpest wird durch bestimmte Grippeviren ausgelöst, die etwa durch Wildvögel eingeschleppt werden können. Die Krankheit bricht innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen nach Ansteckung aus.

Die infizierten Tiere leiden unter anderem unter Atemnot, Durchfall und Wassereinlagerungen im Kopf. Menschen können sich auch anstecken, dies tun sie aber relativ selten. 

Letzter Ausbruch im Herbst 2021

Der Kreis Soest war im Herbst 2021 zuletzt direkt von einem Ausbruch der Geflügelpest betroffen, als diese in einem Bestand in Lippstadt auftrat. Damals wurde für das gesamte Kreisgebiet eine Stallpflicht angeordnet, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.

Geflügelpest im Kreis Soest

WDR Studios NRW 18.02.2025 00:39 Min. Verfügbar bis 18.02.2027 WDR Online


Unsere Quelle:

  • dpa

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