Lautes "Mähen" anstelle von Rasenmähergeknatter im Schatten von Fördergerüsten und Industriekultur. Klingt erstmal nach einer verrückten Geschichte, ist in Essen aber Realität. Zum zweiten Mal grasen Schafe auf den Wiesen auf Zeche Zollverein. Diesmal sind es mehr, und 20 Zwergziegen sind auch dabei.
Schafe sind ökologisch wertvoll für das Grün des Weltkulturerbes
Bis zu 30 Drenther Heideschafe, Heidschnucken, ein Bergschaf und ein Texelschaf fressen sich bis Oktober durch das Grün des Weltkulturerbes.
Die Beweidung hilft uns dabei, den Einsatz fossiler Ressourcen zu reduzieren und die biologische Vielfalt zu fördern. Die Tiere sind aber nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch echte Highlights für unsere Gäste. Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein
Tiere schaffen auf Zollverein Platz für seltene Pflanzen
Neben weniger Technik, Dünger und Arbeit für die Gärtner auf Zollverein, sorgen die Tiere auch für die Natur. Sie fressen zum Beispiel dominante Pflanzen, wie Brombeeren oder den invasiven Japanischen Staudenknöterich. Und das bietet Platz für seltenere Pflanzen, schreibt die Stiftung in ihrer Erklärung.
Osterlämmchen mitten in Essen
Neben den ökologischen Vorteilen könnte es in den Osterferien auch noch niedlich werden. Die Schafe erwarten nämlich Nachwuchs. Ein paar Lämmchen sind schon unter den Schafen, sie sind erst wenige Tage alt. Bis Ostern könnten noch acht weitere dazukommen.
Erfolgsprojekt geht weiter: Schafe auf Zeche Zollverein in Essen. WDR Studios NRW. 03.04.2025. 00:43 Min.. Verfügbar bis 03.04.2027. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Stiftung Zollverein
- Reporterin vor Ort