Dormagen stellt Betonblöcke gegen Terroranschläge auf

00:43 Min. Verfügbar bis 27.03.2027

Dormagen stellt Betonblöcke gegen Terroranschläge auf

Stand: 26.03.2025, 20:48 Uhr

Die ersten Betonsperren wurden am Mittwochnachmittag angeliefert. Geschützt werden Teile der Innenstadt sowie die Zonser Altstadt.

Von Peter Hild

Die Stadt Dormagen will ihre Bürger und Veranstalter künftig besser vor möglichen Anschlägen durch Fahrzeuge schützen. Dazu stellt sie an neuralgischen Punkten Betonblöcke auf.

Stadt und Politik reagieren damit auf mehrere Anschläge mit Autos bundesweit in den vergangenen Monaten. Die Blöcke sollen aber nur eine Übergangslösung sein.

Betonblöcke sollen belebte Straßen schützen

Die Betonblöcke werden an den Zufahrten zu mehreren stark frequentierten Straßen in der Innenstadt aufgestellt. "Mit den Betonblöcken schaffen wir eine schnelle und effektive Lösung, um Veranstaltungen wie verkaufsoffene Sonntage oder unsere Wochenmärkte besser zu schützen, ohne den Alltag unnötig zu beeinträchtigen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Ein Auto auf einer schmalen Straße mit vielen Fachwerkhäusern

Die Zonser Altstadt soll besser geschützt werden

Auch an den beiden Eingängen zur bei Touristen beliebten Altstadt in Zons werden in den kommenden Tagen Betonblöcke aufgestellt. Sie sollen verhindern, dass Fahrzeuge mit hohem Tempo die Straße entlang rasen können. Hintergrund der Sicherheitsmaßnahmen sind auch anstehende Feste zum 50-jährigen Stadtjubiläum in diesem Jahr.

Einsatzkräfte beim Vor-Ort-Test

Als die ersten Betonklötze an der Kölner Straße in der Innenstadt stehen, testete die Feuerwehr am Mittwoch mit einem großen Löschfahrzeug vor Ort, ob sie weiterhin durch die Schikane an Blöcken durchkommt. Ergebnis: Noch zu viel Platz. Die Betonklötze wurden nochmal versetzt, um die Zufahrt weiter zu verengen.

"Durch die abstrakte Bedrohungslage, die in den vergangenen Monaten entstanden ist, haben wir uns entschieden, zu handeln", sagt Tobias Koch, städtischer Fachbereichsleiter Recht und Ordnung, der die Aufstellung verfolgt hat. Die Betonblöcke seien kurzfristig verfügbar gewesen. Sie kosten die Stadt rund 50.000 Euro.

Dauerlösung mit Pollern geplant

Ein Mann in Anzug und weißem Hemd in einer Fußgängerzone

Tobias Koch von der Stadt Dormagen

Mit dem Geld sollen die Blöcke aber auch ansehnlich gestaltet und mit den Sitzen ausgestattet werden. Trotzdem sind sie nur als Übergangslösung gedacht. "Wir haben uns an anderen Städten orientiert, die bei sich Poller als Schutz installiert haben", so Koch.

Die konkreten Planungen dafür bräuchten jedoch einige Zeit, weshalb die Betonblöcke voraussichtlich dann im kommenden Jahr durch teils absenkbare Poller ersetzt werden sollen. Dafür hat der Stadtrat Gelder in Höhe von 450.000 Euro eingeplant.

Quellen:

  • Stadt Dormagen