Doch dann trifft er auf Friederika, eine selbstbewusst wirkende, junge Frau, die sich selbst Frie nennt. Frie wie Freiheit. Robert ist hin und weg und unsterblich verliebt. Aber Robert ist auch zu schüchtern, um den ersten Schritt zu machen. Vielleicht ist Frie zu allen so nett wie zu ihm. Vielleicht flirtet sie nur zum Spaß mit ihm.
14 Jahre später treffen sich Frie und Robert wieder, nachdem sie sich jahrelang aus den Augen verloren haben. Frie ist Mutter einer kleinen Tochter, alleinerziehend, und Robert ist erfolgloser Musiker, der von Auftritt zu Auftritt eilt, sich um seine kranke Mutter und einen älteren Herrn kümmert. Und schon wieder wird es kompliziert für die beiden.
Als Frie 50 und immer noch Single ist, flattert die Einladung zu einem Abitreffen ins Haus. Eigentlich will sie nicht hingehen, weil Robert da sein könnte. Aber als sie erfährt, dass er abgesagt hat, radelt sie doch zu dem Haus am See, wo gefeiert wird. Alles könnte so schön sein, wenn Robert nicht auf einmal in der Tür stehen würde und beiden klar wäre: Diesmal geht es um alles. Wird es ein Happy End für Frie und Robert geben?
Julia Karnicks "Man sieht sich" ist ein großartiger Roman über zwei Menschen, die füreinander bestimmt zu sein scheinen und alles tun, um dem Glück im Weg zu stehen. Einfühlsam und voller Witz und Esprit erzählt die Autorin über Frie und Robert und greift nebenbei noch die großen Lebensfragen auf. Eins ist am Ende klar: Es ist nie zu spät für die eine richtige und große Liebe, aber es ist manchmal zu früh.
"Man sieht sich"
Autorin: Julia Karnick
Verlag: dtv
480 Seiten
23,00 €