
Der Kunstraub von Düsseldorf – Wie aus Verlust Kultur entsteht
Ein historischer Skandal: der Kernbestand der Alten Pinakothek in München ist zweifelhafter Herkunft. Es handelt sich dabei um die Bilder der ehemals weltberühmten Düsseldorfer Gemäldegalerie. Der lange Kampf um die Rückgabe blieb erfolglos. Doch dem Kunststandort Düsseldorf hat das nicht geschadet.
Von Stefan Zednik
- Sendehinweis: Kulturfeature | 5. April 2025, 12.04 - 13.00 Uhr | WDR 3
- Sendehinweis: Kulturfeature (Wdh.) | 6. April 2025, 15.04 - 16.00 Uhr | WDR 3
Als im November des Jahres 1805 Arbeiter damit beginnen, die Bilder der weltberühmten Düsseldorfer Gemäldesammlung transportgerecht in Kisten zu verpacken, sind die Bürger der Stadt empört. Allen Eingaben zum Trotz ist der der regierende Fürst entschlossen, die in 200 Jahren gewachsene Kunstsammlung abtransportieren zu lassen, darunter mehr als 50 Bildern allein von Rembrandt.
Über ein halbes Jahrhundert lang währt der Kampf um eine Rückgabe, bis schließlich die mittlerweile herrschende Preußische Regierung den endgültigen Verbleib in München verfügt. Und doch wird Düsseldorf mit seiner "Malerschule" im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der innovativen Kunst, im 20. Jahrhundert gar zu einer Art Welthauptstadt der Avantgarde. Kann Kulturverlust ein Motor für die Entstehung von Kultur sein?
Ausstrahlung am Samstag, den 5. April 2025 um 12.04 Uhr
Wiederholung am Sonntag, den 6. April 2025 um 15.04 Uhr
Von: Stefan Zednik
Redaktion: Adrian Winkler
Produktion: WDR 2023