Das Bild zeigt beschlagnahmtes Falschgeld, Marihuana und ein Messer.

Falschgeld in Unna: Jugendliche prahlen mit Tat, Polizei hört zufällig zu

Stand: 28.02.2025, 15:10 Uhr

In Unna haben Jugendliche mehrfach mit Falschgeld bezahlt. Damit haben sie in einer S-Bahn geprahlt - vor den Ohren von Polizisten.

Von Portrait von Philip Raillon vor grauem HintergrundPhilip Raillon

Sieben Jugendliche sollen am Donnerstag in Unna mit Falschgeld bezahlt haben. Das ergaben erste Ermittlungen der Bundespolizei. Die Tatverdächtigen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sollen im Internet gefälschte Geldscheine gekauft haben. Damit seien sie dann in Unna auf Shopping-Tour gewesen.

Sie sollen etwa in einer Pizzeria und mehreren Kiosken bestellt und Waren gekauft haben. Diese hätten sie dann mit den gefälschten Euro-Scheinen bezahlt. Doch am Donnerstagabend endete die Tour der Gruppe. Sie war gegen 18 Uhr in einem Zug der S-Bahn-Linie 4 unterwegs. Dort prahlten die Jugendlichen und unterhielten sich über den erfolgreichen Tag in Unna, so die Bundespolizei.

Jugendliche prahlen, Zivilbeamte hören mit

Doch sie freuten sich zu früh: Ihre Unterhaltung haben Zivilbeamte der Bundespolizei mitbekommen. Bei ersten Ermittlungen vor Ort fanden die Beamten dann ein Einhandmesser, zwei Tüten Mariuhana und weiteres Falschgeld. Insgesamt hatten die Jugendlichen noch 45 Scheine in Höhe von 1200 Euro bei sich. Da drei der Jugendlichen aggressiv gewesen seien, hätten die Polizeibeamten ihnen vorübergehend Handschellen anlegen müssen.

Die sieben Jugendlichen kommen aus verschiedenen Städten im Ruhrgebiet - etwa aus Werl, Oberhausen und Unna. Ihnen drohen nun Strafverfahren etwa wegen Betruges. Die Polizei möchte möglichst zeitnah die betroffenen Geschäfte informieren. So soll unter anderem das restliche Falschgeld sichergestellt werden.

Falschgeld in Unna: Jugendliche prahlen mit Tat, Polizei hört zufällig zu

WDR Studios NRW 28.02.2025 00:39 Min. Verfügbar bis 28.02.2027 WDR Online


Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung der Bundespolizei
  • WDR-Reporter

Über dieses Thema berichten wir am 28.02.2025 auch im Hörfunk in der WDR 2-Lokalzeit Ruhrgebiet.