Feuerwehrchef Oliver Tittmann habe sich nicht persönlich bereichert, so die Staatsanwaltschaft. Vielmehr habe ein Unbekannter im Namen Tittmanns Elektronikartikel auf Kosten der Stadt bestellt. Dabei sei eine Fake-E-Mail-Adresse verwendet worden. "Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung des Beschuldigten bestehen jedoch nicht", schreibt der Duisburger Staatsanwalt Felix Bachmann auf WDR-Anfrage. Ein Täter sei bislang nicht ermittelt worden. Das Verfahren wurde deshalb eingestellt.
Ermittlungen wegen Untreue
Gegen Tittmann wird jedoch weiter wegen möglicher Untreue ermittelt. Die Stadt Duisburg hatte ihn beim Landeskriminalamt angezeigt. Sie wirft ihm vor, einem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr einen Ausbildungsplatz bei einer Privatfirma besorgt zu haben. Die Kosten von mehr als 24.000 Euro seien der Stadt in Rechnung gestellt worden. Staatsanwalt Bachmann: "Die Begleichung dieser Rechnung soll der Beschuldigte im Juli 2023 dann angewiesen haben. Er hat gegenüber der Stadt Duisburg angegeben, dass der Auszubildende Tätigkeiten für die Stadt Duisburg erbracht habe."
Küche für die Feuerwehr
Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, haben sich weitere Vorwürfe gegen Tittmann inzwischen aufgeklärt oder relativiert. So habe es zwischenzeitlich den Verdacht gegeben, der Feuerwehrchef habe sich in einer städtischen Schreinerei eine Küche für private Zwecke bauen lassen. Tatsächlich soll es sich um eine Teeküche für eine Feuerwache gehandelt haben.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Duisburg
- Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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