300 Menschen demonstrieren in Dortmund zum Gedenken an Mehmet Kubaşık

Stand: 04.04.2025, 20:20 Uhr

Er war ein Opfer des NSU: In Erinnerung an Mehmet Kubaşık und alle Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt haben 300 Menschen am Freitag in Dortmund demonstriert.

Am Freitag (04.04.2025) ist es genau 19 Jahre her, dass Mitglieder des rechtsextremen Terrornetzwerks NSU den Dortmunder Familienvater Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk ermordet haben. Genau hier hatten sich am Freitag 300 Menschen versammelt.

Am Gedenkstein vor dem ehemaligen Kiosk haben sie Blumen abgelegt und eine Minute lang geschwiegen. Schweigend zogen die Menschen dann zum NSU-Mahnmal am Dortmunder Hauptbahnhof. Bei der Abschlusskundgebung hielt auch Gamze Kubaşık eine Rede.

Angehörige fordern lückenlose Aufklärung

Die Tochter von Mehmet Kubaşık kämpft gemeinsam mit Angehörigen anderer Opfer des NSU und rechtsextremer Morde und Anschläge seit vielen Jahren für weitere Aufklärung und das Erinnern an die menschenverachtenden Taten.

Auch fast 20 Jahre nach dem Mord an Kubaşık gebe es noch immer offene Fragen rund um den NSU-Komplex, sagt sie. Außerdem forderte Gamze Kubaşık "Räume zum Erinnern", wie etwa ein NSU-Dokumentationszentrum.

Unsere Quellen:

  • Reporter vor Ort
  • Pressemitteilung Bündnis Tag der Solidarität

Über dieses Thema berichtet der WDR am 04.04.2025 auch im WDR Fernsehen: Lokalzeit aus Dortmund, 19.30 Uhr.