Diese Herkunft verlieh ihr in der römischen Aristokratie eine große dynastische Bedeutung, ließen sich damit doch Ansprüche auf die Herrschaft über das römische Reich herleiten.
Mit ihrem ersten Mann Gnaeus zeugte sie ihren einzigen Sohn Nero. Nach Gnaeus´ Tod und einer weiteren Ehe, die für den Gatten ebenfalls tödlich endete - angeblich hat Agrippina ihn vergiftet - heiratete sie im Jahr 49 ihren Onkel, den römischen Kaiser Claudius. Fünf Jahre später soll sie auch ihn vergiftet haben, um ihrem Sohn Nero die Herrschaft zu sichern. Der allerdings ließ wiederum seine Mutter 59 n. Chr. aus nicht ganz ersichtlichen Gründen ermorden.
Für Köln, wo sie im Jahr 15 geboren wurde, hat Agrippina eine besondere Bedeutung: sie gilt als Gründerin der Stadt und lebt in Gestalt der "Jungfrau" im Kölner Dreigestirn bis heute fort.
Redaktion: Hildegard Schulte