Als junger Anwalt verteidigt er Gegner des NS-Regimes und gilt den Nazis als "Judengenosse". Nach dem Krieg erhält Bucerius die Lizenz zur Herausgabe einer Wochenzeitung "Die Zeit", wird Bausenator in Hamburg und CDU-Bundestagsabgeordneter. Er verlässt die Partei, als diese ihn für Inhalte im "Stern" verantwortlich macht, an dem er die Anteilsmehrheit hält.
1971 ruft er die Zeit-Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung ins Leben, der er nach seinem Tod 1995 sein gesamtes Vermögen in Milliardenhöhe hinterlässt. Die gemeinnützige Stiftung unterhält unter anderem die Bucerius-Law-School, die renommierte private Hochschule für Rechtswissenschaft, und das Bucerius-Kunstforum, ein Museum am Hamburger Rathausmarkt.
Redaktion: Hildegard Schulte