Rund 350 Mitarbeiter der Nachtschicht haben sich mit Fackeln ausgerüstet an einem Kreisverkehr mitten im Ford-Werk zur Kundgebung versammelt. Die Stimmung ist aufgebracht, Pfiffe und Sirenen sind zu hören.
IG Metall fordert Absicherung
Anlass für den Warnstreik sind bisher ergebnislos verlaufene Verhandlungen zum Abschluss eines Sozialtarifvertrages. Den fordert die IG Metall, damit alle derzeit 11.500 Mitarbeiter von Ford in Köln abgesichert sind. Auch im Fall einer Insolvenz.
Drei Tage Warnstreik
Der Warnstreik soll drei Tage lang fortgesetzt werden. Allerdings nur während der Kundgebungen, die es an diesen Tagen gibt. Als Reaktion darauf, dass das Unternehmen die Forderung, wie die IG Metall sagt, "nachdrücklich" zurückgewiesen hat.
Auf Anfrage will Ford die laufenden Verhandlungen, in denen die IG Metall einen Sockelbetrag von 200.000 Euro für die Mitarbeitenden fordert, nicht kommentieren. Grundsätzlich aber gelte, dass man "gemeinsam mit unseren Sozialpartnern schnellstmöglich ausgewogene und faire Lösungen finden" will.
Ausschlaggebend für die Forderung nach dem Sozialtarifvertrag war die Kündigung einer Vereinbarung zur Übernahme von Schulden. Wenn in Köln Verluste gemacht wurden, dann hat in den vergangenen Jahren der amerikanische Mutterkonzern dafür geradegestanden.
Die IG Metall kritisiert, dass dadurch der Kölner Standort von Ford in die Insolvenz gehen könnte. Zumal sich die in Köln gebauten zwei Elektromodelle nur schlecht verkaufen und neue, günstigere Modelle durch die US-Zentrale nicht geplant sind.
Dreitägiger Warnstreik bei Ford in Köln. WDR Studios NRW. 01.04.2025. 00:43 Min.. Verfügbar bis 01.04.2027. WDR Online.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- IG Metall